AI Compliance


Die Europäische Union (EU) hat KI und ihre Verwendung als neue Spielwiese für Bürokratie entdeckt.
Ab 02.08.2026 steht jedes digitale Bild unter dem Generalverdacht der Manipulation und Betrugsabsicht.
Neue Kennzeichnungspflichten, die im EU AI Act mit Nummer 2024/1689 und der sog. KI-VO geregelt werden, sollen hier Klarheit schaffen.

Für die Zusammenarbeit mit mir als Fotograf und Contentdienstleister erkläre ich hierzu Folgendes:

Ich fotografiere immer reale Objekte, Bauten, Orte, Szenen, Menschen und Prozesse. Das ist a priori die Abgrenzung zu KI generierten Visuals.

Traditionell und auch in Zukunft werden Fotografien, beauftragte Fotostrecken und Architekturdokumentationen digital auf- und nachbearbeitet. Ohne Bearbeitung ist eine seriöse Auftragsannahme und -ausführung undenkbar.

Derartige Bearbeitungen starten beim Export von Kamera zu Editor (RAW-Konvertierung) und enden bei der Daten-Auslieferung an Auftraggeber und Kunden.
Sämtliche Bearbeitungsschritte sind mehr oder weniger KI-unterstützt, insbesondere bei klassischen Eingriffen wie Retuschen, Farbkorrekturen, Maskierungen und Schärfungen.

Es liegt in der Natur von Architekturdokumentationen, dass derartige Eingriffe Inhalt und Kontext von Visuals nicht verändern. Die KI-VO stuft folgerichtig typische Retuschen und Datenoptimierungen als so marginal ein, dass hier eine Kennzeichnungspflicht entfällt.
No AI generation. No AI modification. No label.

Ich werde daher alle Daten aus Beauftragungen auch weiterhin ohne Kennzeichnung (sichtbares Label) ausliefern. Die einhergehende Erklärung und Ausschlußkennzeichung ist in den Meta- und IPTC-Daten der Bilddatei hinterlegt.

Ausnahmen werden hingegen als solche deklariert und nach den Vorschriften der KI-VO gekennzeichnet.

Ferner ist das strikte Verbot von KI-Trainings oder nachträglicher KI-Manipulation durch Auftraggeber (Kunden) oder Dritte, die im Auftrag meiner Kunden handeln, eine unverhandelbare Norm der zukünftigen Auftragsgestaltung und Datenauslieferung.

Sämtliche Transfers, Präsentationen, Auslieferungen und Speicherungen (Corporate Pools) laufen in spezialisierten, geschützten und sicheren Cloudumgebungen auf Servern in Europa. Kunden- und Projektdaten sind hierbei DSGVO-konform und manipulationssicher gehostet.

gez. Helmuth Scham